Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Mare Radio: Rot

Zum Beginn des Sommers setzt Mare Radio die rote Brille auf und erkundet damit nicht nur das Rote Meer. Im Mittelmeer etwa findet sich "rotes Gold" - Rotalgen, die in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie hoch im Kurs stehen, doch Umweltschützern zunehmend Sorgen bereiten, weil sie andere Algenarten verdrängen. Auch andernorts steht die Farbe Rot für Hoffnung und Gefahr gleichermaßen: Rettungsschwimmer treten seit jeher in roten Badehosen auf, Leuchttürme haben rote Kuppeln und Rettungsringe sind weiß-rot.

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel - Kunstpalast

Jugendliche und Hunde haben keinen Zutritt Von Schorsch Kamerun Coming of Age als Freiheitsvision Regie: der Autor Produktion: WDR 2024

Samstag 19:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Musik der Welt

Die Vielfalt globaler Sounds Smile - Vom Lächeln in der Weltmusik Von Uta Sailer Charlie Chaplin war Weltmeister im Lächeln. Und hat gleich noch den passenden Song mitgeliefert: "Smile", ein Welthit aus seinem Film "Modern Times", den es in Hunderten verschiedenen Fassungen gibt. Der ist zu hören in der Sendung "Smile: Vom Lächeln in der Weltmusik". Dazu Musikstücke aus der ganzen Welt, die uns anlächeln: mal breit grinsend, mal zurückhaltend oder ausgelassen fröhlich. So bunt wie die Ausdruckspalette des menschlichen Lächelns, die von Höflichkeit bis zu Wut, von Freude bis zum Ekel, von Liebe bis zur Überheblichkeit reicht, ist auch die Musik. Lieder und Instrumentalstücke aus Bulgarien, Brasilien, der Schweiz, Kamerun, der Mongolei, Israel, Afghanistan, Italien, Frankreich, USA, Deutschland und Kuba: Alle haben die Kraft, uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Der Chor» von Dominik Busch Herbst 2001: Gewalt trifft auf Gesang. Der Dramatiker Dominik Busch rekonstruiert und reflektiert in seinem ersten Hörspiel für SRF die Folgen eines Amoklaufes, der sich in Luzern ereignete. Er stellt eine eben noch harmonisch gestimmte Chorgemeinschaft auf eine ganz besondere Probe.

Samstag 20:03 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Oper

Alexander Zemlinsky: Der Kreidekreis Oper in drei Akten Tschang-Haitang: Pauliina Linnosaari Frau Tschang, ihre Mutter: Christina Niessen Tschang Ling, ihr Bruder: Julian Orlishausen Tang, ein Kuppler: Klaus Schneider Pao, ein Prinz: Matthias Wohlbrecht Ma, ein Mandarin: Renatus Mészár Yü-Pei, seine Gattin ersten Ranges: Barbara Dobrzanska Tschao, Sekretär bei Gericht: Armin Kolarczyk Tschu-Tschu: Marcus Calvin Blumenmädchen: Henriette Schein Hebamme: Christina Niessen Erster Kuli: Doru Cepreaga Zweiter Kuli: Oliver Huttel Badische Staatskapelle Musikalische Leitung: Johannes Willig Zeitversetzte Live-Übertragung aus dem Badischen Staatstheater in Karlsruhe In Alexander Zemlinskys Oper, 1933 in Zürich nach dem gleichnamigen Schauspiel von Klabund erstaufgeführt, geht es um die Willkür der Mächtigen und den immerwährenden Kampf Gut gegen Böse und Arm gegen Reich - Themen, die uns bis heute beschäftigen. Bekannt ist der Stoff zwar durch Bertolt Brechts Theaterstück geworden, aber Zemlinsky ist ihm vorangegangen. Dass die Oper vielleicht zu Unrecht eher unbekannt ist, liegt am Emigrantenschicksal des jüdischen Komponisten. Das Badische Staatstheater unternimmt die Rehabilitation des Werks und seines bis heute sträflich unterschätzten Komponisten.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Ursendung Flog ein Vogel federlos Von Christine Nagel Regie: die Autorin Mit: Carolin Haupt, Ilse Ritter, Frieder Venus, Mia Sperling, Hedi Kriegeskotte, Linda Blümchen, Franziskus Claus, Nadja Schulz-Berlinghoff, Paul Hentze, Manuel Bittorf Komposition: Dietrich Eichmann Musik (Fagott, Tuba u.a. Blasinstrumente): Johannes Schwarz Ton und Technik: Tito Knapp Dramaturgie: Sabine Küchler Produktion: Deutschlandfunk/BR 2024 Länge: ca 60" Eine Kleinstadt Mitte der 80er-Jahre. Eine heile Familie in ihrer kleinen Welt. Tschernobyl, Aufrüstung und Umweltzerstörung haben da keinen Platz. Dann verschwindet die Tochter in sich selbst. Ein Störfall. Der Körper als Seismograf. In "Flog ein Vogel federlos" versucht die Protagonistin das Geschehen anhand von Dokumenten und Tagebuchaufzeichnungen zu rekonstruieren. Doch ein Nachempfinden der Situation ist ihr mehr als 30 Jahre später ebenso unmöglich wie eine schlüssige Geschichte herzustellen. Es ergeben sich Bausteine der Geschichte eines nahezu stummen Mädchens, das sich den gesellschaftlichen Normen und Ängsten durch Essensverweigerung entzieht. Unbewusst. Der reale oder eingebildete Druck führt zu inneren Konflikten, die sich in diesem Fall in einer restriktiven Form von Anorexia Nervosa manifestieren. Alle reden über das Mädchen. Sie spricht nur mit sich, im Tagebuch. Der körperliche Schaden, der offensichtlich ist, wird von ihr kaum wahrgenommen. Pfleger, Ärzte und Therapeuten führen darüber Protokoll. Die Familie leidet ebenso wie die Betroffene. Der distanzierte Blick der Erzählerin befreit die zweifelnden und verzweifelten Figuren mit Komik und einfühlsamer Zuwendung aus ihrer Verstrickung. Zur Erarbeitung des Stückes hospitierte die Autorin für einige Wochen auf der Station einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Aus den Gesprächen mit Betroffenen, Ärzten, Betreuern und Eltern entstand ein multiperspektivisches Kaleidoskop.

Samstag 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: Jazzahead 2024: O.N.E., Guy Salamon Group, Alune Wade

Mitschnitte von der Jazzahead 2024: Dieses Mal mit dem senegalesischen Bassisten Alune Wade, der den Schlachthof zum Tanzen brachte, der ersten rein weiblich besetzten Jazzbands Polens O.N.E. sowie dem israelischen Schlagzeuger Guy Salamon, der in Amsterdam wohnt und das Publikum auf unnachahmliche Art zum Mitsingen animieren konnte.

Samstag 23:00 Uhr radio3

Late Night Jazz

Moderation: Eva Garthe Andere Saiten aufziehen - aktuelle Veröffentlichungen von Jazzgitarrist*innen Wenn man an Jazz denkt, denkt man an viele Instrumente: Saxofon, Klavier, Kontrabass, Trompete ... An die Gitarre denkt man erst mal nicht. Auch gibt es nur wenige Namen von Jazzgitarrist*innen, die einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind: Seit Wes Montgomery wären da nur Bill Frisell, Pat Metheny und John Scofield zu nennen. Dabei finden sich gerade im zeitgenössischen Jazz viele hörenswerte Gitarristen und Gitarristinnen. Mary Halvorson ist sicher eine der profiliertesten. Sie hat drei Jahre hintereinander den Downbeat Critics Poll als beste Gitarristin gewonnen. Trotzdem hat sie sich nicht nur als Instrumentalistin einen Namen gemacht, auch als Komponistin wird sie hochgeschätzt. Eva Garthe präsentiert Musik aus dem Album "Cloudward". Und auch die Gitarristen Leo Takami aus Japan sowie Julien Tassin aus Belgien haben in letzter Zeit spannende Alben veröffentlicht.

Samstag 23:03 Uhr SWR Kultur

Ohne Limit

Der schlecht gefesselte Prometheus Hörspiel nach der gleichnamigen Erzählung von André Gide Aus dem Französischen von Maria Schaefer-Rümelin Mit: Kurt Lieck (Prometheus), Erwin Klietsch, Arthur Mentz, Alexander Hegarth u. a. Hörspielbearbeitung: Helmut F. Hilke Komposition: Karl Sczuka Regie: Gerd Beermann (Produktion: SWF 1951) Prometheus brachte den Menschen die Beherrschung des Feuers bei - und somit Helligkeit, Wärme und aufklärerische Erkenntnis. Zeus bestraft den unsterblichen Gott und ein Adler frisst seitdem regelmäßig seine nachwachsende Leber. Der französische Romancier André Gide (1869 - 1951) lässt Prometheus sich von seinen Fesseln befreien und mitsamt seinem Adler in ein Pariser Gasthaus einkehren in diesem heiter-absurd-doppelbödigen Hörspiel.

Samstag 23:05 Uhr Deutschlandfunk

Lange Nacht

"Ich bin vielleicht mehr als ein Schriftsteller der See" Die "Lange Nacht" über Joseph Conrad Von Astrid Nettling Regie: Stefan Hilsbecher (Wdh. v. 1./2.8.2020) Wer war dieser Mann, der am 3. Dezember 1857 als Józef Teodor Konrad Korzeniowski in der Ukraine geboren wird, als Offizier 20 Jahre für die britische Handelsmarine zur See fährt und als Joseph Conrad Weltruhm erlangt? Immer wieder hat man Conrad als einen Schriftsteller der See bezeichnet. Dabei geht es ihm um anderes und um mehr. "Der Spiegel der See" lautet der Titel seiner Erinnerungen, doch gilt ihm dieser Spiegel zugleich als ein Spiegel der menschlichen Seele. Denn die Seele ist ebenso rätselhaft und schillernd, ebenso tief und unergründlich wie die See. 1890 übernimmt Conrad ein Schiffskommando für den Kongo. Wenige Monate später kehrt er, krank und fassungslos durch das, was er erlebt hat, nach London zurück. Das Buch, das daraus entsteht, wird nicht nur eines seiner meistgelesenen Bücher, sondern zugleich ein Jahrhundertwerk: "Herz der Finsternis". Die "Lange Nacht" begibt sich anlässlich des 100. Todestages Joseph Conrads noch einmal mit dem Schriftsteller auf See und zugleich auf eine Fahrt in die rätselhaften Gründe menschlicher Existenz.

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